Da es sich bei 5G um ein sehr komplexes Thema handelt, werde ich es in einer Serie über die nächste Monate in den Newslettern behandeln.  Dabei wird es immer um etwas Theorie und um praktische Tipps zum Umgang mit 5G gehen.

Lesedauer: 4 Minuten

Warum ist 5G wahrscheinlich schädlich?

In der Physik wurde lange Zeit zwischen ionisierender und nicht-ionisierender Strahlung unterschieden. Radioaktive Strahlung hat die Energie, um Moleküle direkt zu ionisieren, d.h. einfach durch ihre Wucht Elektronen von Molekülen zu lösen und so freie Radikale zu erzeugen.  Elektromagnetische Wellen im Bereich Mobilfunk, WLAN, 5G haben nicht diese energetische Intensität und in einem Versuch im Labor können sie somit als nicht-ionisierend eingestuft werden. Doch an einem lebenden Organismus erzeugen EMF’s, wie wir sie auch zusammenfassend nennen können, freie Radikale ebenso, wie ionisierende Strahlung. Wenn starke EMF’s auf einen Körper treffen, öffnen sich die Calciumkanäle und Calciumionen strömen unkontrolliert in die Zelle. In einem gesunden Zellmilieu sind viel mehr Calciumionen außerhalb der Zelle, als innerhalb.

Durch diese Zunahme an Calciumionen entstehen in der Zelle erhebliche Mengen an genau den freien Radikalen, die auch durch Radioaktivität entstehen, Superoxid, Peroxynitrit, Carbonatradikale. 

Am lebenden Objekt ist somit der Unterschied zwischen ionisierender und nicht-ionisierender Strahlung hinfällig und Schäden, die durch schwache radioaktive Belastungen entstehen können, können auch einfach durch EMF’s aus technischen Quellen entstehen. 

Diese Schädigung ist schon  bei bisheriger Mobilfunkstrahlung erheblich. 5G wird  durch das Bündeln der Strahlung, dem sogenannten Beamforming, das notwendig ist, damit diese extrem kurzwellige Strahlung auch beim Gerät ankommt, einfach intensiver auf die Ionenkanäle eines Körpers einwirken. Dazu kommt, dass ja 5G nicht das 4G und 3G ersetzt, sondern zusätzlich zu diesen weiterhin notwendigen Technologien eingesetzt wird. Die schiere Summe der EMF’s. ihr Spektrum an Frequenzen und ihre gebündelte Intensität nimmt also durch 5G massiv zu. 

Ist mehr Information in kürzerer Zeit wirklich gesund?

Das Versprechen von 5G ist ja, dass wir viel schneller viel mehr Daten empfangen und senden können.  Ich kenne nur niemanden, der heutzutage unter zu wenig Informationen leidet.  Wir sehen rein visuell heutzutage so viele Informationen in zwei Monaten, wie im 18. Jahrhundert in einer Lebensspanne. Informationsverarbeitung ist anstrengend für Gehirn, Nerven, die Sinne und den ganzen Körper. Heilverfahren für Körper und Geist sind ganz oft Reduktionsverfahren, bei denen der Körper eine Pause davon erhält, so viele Informationen verarbeiten zu müssen, wie Fasten, Ruhe, reduzierte Lebensmittelauswahl, den Keller aufräumen, Gerümpel (das immer das visuelle System stresst, wenn wir es sehen) entfernen, solche Dinge tun gut.

Aber unser Umgang mit digitalen Reizen wird zunehmend der von Messis. Wir schaufeln unseren Geist und unsere Sinne mit digitalem Gerümpel derart zu, dass es uns stresst.

Es gibt zu diesem Thema derart viele Studien, dass ich hier immer nur einen kleinen Ausschnitt dazu präsentieren kann. So z.B. dies:

An der San Diego State University führte die Professorin für Psychologie Jean Twenge eine Studie zu Risikofaktoren für Suizide und Depressionen bei 8-12jährigen durch. Das überhaupt unter 10jährige in die Studie aufgenommen wurden, lag daran, dass seit Einführung des Smartphones in dieser Altersgruppe vermehrt Suizide auftraten, was früher als extrem selten galt. Ergebnis:

  • Wenn 8-12jährige ihr Smartphone eine Stunde und weniger am Tag nutzen, haben sie eine geringe Suizidrate
  • Wenn 8-12jährige ihr Smartphone drei Stunden am Tag benutzen, steigt die Suizidrate um 35%.
  • Wenn 8-12jährige ihr Smartphone 5 Stunden am Tag benutzen, steigt die Suizidrate um 71%.

Brauchen wir wirklich noch mehr digitale Vernetzung?

Praktische Tipps für den Umgang mit EMF’s und 5G

  1. Schaffen sie sich Airtube-Kopfhörer an.  Dies sind Kopfhörer für das Handy, die keine metallischen Drähte enthalten und deshalb keine Strahlung reflektieren. Damit kann die Strahlenbelastung beim Telefonieren schon mal reduziert werden.
  2. Schalten sie nachts den WLAN Router aus. So haben sie weniger EMF-Belastung in der Nacht und es wird sich auch auf der Stromrechnung bemerkbar machen. 
  3. Reduzieren sie einfach mal die Menge an digitalem Konsum. Die meisten von uns müssen auch am PC arbeiten, aber müssen wir unsere Freizeit mit PC, Tablet oder Smartphone verbringen?

Bild: Mika Baumeister on Unsplash

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